Vitamin D wirkt der Alterung Entgegen

Vitamin D .

Vitamin D kann die Alterung unserer Zellen beeinflussen. Besonders die Telomere, die als Marker für das biologische Alter gelten, reagieren empfindlich auf den Vitamin-D-Spiegel. Wer daher täglich das Sonnenvitamin einnimmt – so eine Studie – hat längere Telomere und gilt um 3 Jahre jünger.

Vitamin D gegen das Alter

  • Vitamin D ist nicht nur für gesunde Knochen entscheidend, sondern auch für ein langes, vitales Leben – wie eine Studie erneut bestätigt. Die VITAL-Studie (VITamin D and OmegA-3 TriaL) ist eine der bedeutendsten klinischen Untersuchungen zur Wirkung von Vitamin D3 auf die Gesundheit im Alter.
  • Ein besonders aufschlussreicher Teil dieser Studie befasste sich mit der Frage, ob Vitamin D3 die Telomerlänge beeinflussen kan – ein zentraler Marker für zellulares Altern.
  • In der Studie untersuchte man über vier Jahre hinweg mehr als 1.000 gesunde Erwachsene im Alter von 50 (Männer) bzw. 55 Jahre (Frauen). Die Teilnehmer erhielten täglich entweder 2.000 IE Vitamin D3, 1000 mg Omega-3-Fettsäuren, eine Kombination aus beiden oder ein Placebo.
  • Gemessen wurde die Telomerlänge in den weissen Blutkorperchen – und zwar zu Beginn der Studie sowie nach zwei und vier Jahren.

Vitamin D bremst Verkürzung der Telomere

  • Telomere sind die Schutzkappen an den Enden unserer Chromosomen. Sie verkurzen sich mit jeder Zellteilung. Sobald sie eine kritische Lange erreichen, kann sich die Zelle nicht mehr teilen – sie altert oder stirbt ab. Kurze Telomere gelten deshalb als Marker für beschleunigte Alterung und ein erhöhtes Risiko für chronische Erkrankungen.
  • Die Einnahme von Vitamin D sorgte dafür, dass sich die Telomere deutlich weniger verkurzten, nämlich um 140 Basenpaare weniger als in der Placebogruppe. Dies entspricht einer Verzögerung des biologischen Alterns um etwa drei Jahre.
  • In unserem Artikel So verlängern Sie Ihre Telomere und damit auch Ihr Leben finden Sie noch viele weitere Tipps und Tricks, wie Sie Ihre Telomere vor vorzeitiger Verkürzung schützen können.

Omega-3-Fettsäuren wichtig im Anti-Aging

Omega-3-Fettsäuren allein zeigten in dieser Studie keinen signifikanten Effekt auf die Telomerlänge. Frühere Studien ergaben jedoch durchaus eine positive Wirkung. In einer Untersuchung von 2010 etwa hatten Teilnehmer mit den höchsten Omega-3-Werten auch die langsten Telomere und umgekehrt (2).

  • Auch unabhängig von einer Wirkung auf die Telomere verfügen Omega-3-Fettsäuren über Anti-Aging-Wirkmechanismen und sollten daher keinesfalls vernachlässigt werden.
  • Hier erhalten Sie hochwertige Omega-3-Kapseln mit 850 mg DHA und EPA pro Tag.
  • So senken sie beispielsweise systemische Entzundungen, was indirekt viele altersbedingte Erkrankungen verlangsamen kann. Sie verbessern die Herzgesundheit, wirken neuroprotektiv und unterstutzen die Gehirnfunktion im Alter.
  • In anderen Studien gibt es daher auch Hinweise darauf, dass Omega-3-Fettsäuren mit einer geringeren biologischen Alterung assoziiert sind – allerdings nicht immer über die Telomere.
  • In einer Studie von 2021 zeigte sich sogar, dass die Kombination von 2000 IE Vitamin D3, 1000 mg Omega-3-Fettsäuren und einem 30-minütigen Heimtraining (3-mal wochentlich) bei Senioren die biologische Alterung verlangsamte (3) und die Krebsrisiken reduzierte (3).

Vitamin D: Die Anti-Aging-Wirkmechanismen

Auch Vitamin D wirkt nicht nur über einen einzelnen Mechanismus verjungend, also nicht nur über den Schutz der Telomere, sondern über ganz unterschiedliche Wirkmechanismen:

Entzundungshemmung

Chronische Entzündungen beschleunigen das Altern, fordern die Telomerverkürzung und erhöhen das Risiko für chronische sowie altersbedingte Erkrankungen. Vitamin D reduziert hingegen chronische Entzündungen. Denn es hemmt die entzundungsfordernden Zytokine (Botenstoffe), z. B. IL-6 und TNF-α.

Starkes Immunsystem

Ein starkes Immunsystem ist eine Grundvoraussetzung für ein gesundes und langes Leben.

Vitamin D unterstützt das Immunsystem einerseits indirekt über die Entzundungshemmung und den antioxidativen Schutz. Andererseits kann es direkt bei der Regulierung von Immunzellen mithelfen und auf diese Weise auch die Gefahr für Autoimmunerkrankungen senken.

Antioxidativer Schutz

Vitamin D fordert unsere korpereigenen antioxidativen Enzyme (z. B. die Glutathionperoxidase). Auf diese Weise reduziert das Vitamin oxidativen Stress, der andernfalls unsere DNA und Zellstrukturen schadigt und so auch zu einer Telomerverkürzung beitragen kann.

Aktivierung der Autophagie

Das Sonnenvitamin unterstützt die zelligen Reinigungsprogramme (Autophagie), da es Gene aktiviert, die genau diese Reinigungsprogramme fordern. Je besser sich die Zellen selbst von “Abfallen” reinigen können, umso weniger schnell altern sie.

Hautschutz und Kollagenbildung

Vitamin D tragt auch dazu bei, die Haut jung zu halten. Es fordert die Zellteilung, die Kollagensynthese und schutzt vor UV-induzierten DNA-Schaden. Das Ergebnis ist eine geringere Faltenbildung. Vitamin D wird daher auch gern in Anti-Aging-Cremes genutzt, um die zelluläre Erneuerung zu unterstützen.

Nervenschutz und bessere kognitive Leistung

Auch wirkt das Vitamin neuroprotektiv. Es reguliert die Bildung von Neurotransmittern und schutzt vor Neuroinflammation (entzundlichen Prozessen im Gehirn). Studien zeigen: Hohere Vitamin-D-Spiegel sind mit besserer kognitiver Leistung und geringerem Demenzrisiko assoziiert.

Telomerlänge hängt vom Vitamin-D-Spiegel ab

  • Dass Vitamin D die Telomerlänge positiv beeinflusst, weiss man schon aus früheren Jahren.
  • In einer Studie mit mehr als 2000 Teilnehmern aus dem Jahr 2007 beobachtete man: Je höher der Vitamin-D-Spiegel, umso länger die Telomere. Der Unterschied in der Telomerlänge zwischen den Gruppen mit dem höchsten und niedrigsten Vitamin-D-Spiegel entsprach einem Unterschied im biologischen Alter von etwa 5 Jahren.
  • Im Jahr 2013 fand man heraus, dass ein hoher Vitamin-D-Spiegel mit längerer Telomerlänge korrelierte, diese Verlängerungswirkung des Vitamin D aber von einer hohen Calciumeinnahme (mehr als 1000 mg pro Tag) abgeschwacht wurde.

Wie Sie Vitamin D am besten anwenden

  • Vitamin D wird in der Haut unter Einwirkung der Sonnenstrahlung (UVB-Strahlung) gebildet. Zuverlässiger gelingt die Vitamin-D-Versorgung über eine Nahrungsergänzung. In der oben vorgestellten VITAL-Studie erwies sich eine tagliche Dosis von 2.000 IE als sicher und wirksam.
  • Von diesen Vitamin-D-Tropfen genügen bereits 2 Tropfen pro Tag, um 2000 IE Vitamin D einzunehmen.
  • Empfehlenswert ist es jedoch, vorab den persönlichen Vitamin-D-Spiegel beim Arzt oder Heilpraktiker überprüfen zu lassen. Denn wenn ein deutlicher Mangel vorliegt, werden zunächst höhere Tagesdosen benötigt.
  • Dort wird auch erklärt, wie wichtig die gleichzeitige Einnahme von Vitamin K2 und Magnesium ist. Beide unterstützen und ergänzen die Vitamin-D-Wirkung.
  • Hier finden Sie einfach und individuell dosierbare Vitamin-K-Tropfen und hier einen sehr gut bioverfügbaren Magnesiumkomplex.
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Fazit: Deutliches Potenzial in Sachen Verjungung

Vitamin D3 zeigt somit deutliches Potenzial, das biologische Altern auf zellularer Ebene zu verlangsamen, indem es die Verkürzung der Telomere bremst. Neben seinen bekannten Vorteilen für Knochen- und Immunfunktionen konnte das Vitamin somit auch eine Rolle im Anti-Aging spielen.

Natürlich gehören noch weitere Faktoren zu einem möglichst langen und jugendlichen Leben. Eine gesunde pflanzenbasierte Ernährung, viel Bewegung, die richtigen Nähr- und Vitalstoffe, ausreichend Schlaf und ein gutes Stressmanagement. All das ist unverzichtbar – nicht nur im Anti-Aging, sondern in jeder Altersklasse.